• Sirius Slew siegt unter Rebecca Danz

Renntag Köln: Sieg auf Sirius Slew

Der Stall Molenhof, Wim und Nadine, die beiden liegen mir sehr am Herzen. Wir sind miteinander verbunden seit meinen Anfängen im Rennsport, diese beiden haben mir mit Chancen auf ihren Pferden geholfen, eine gute Rennreiterin zu werden. Dieser Sieg heute, ist für mich etwas ganz Besonderes, erinnert mich an meine Anfänge im Rennsport, als ich mir noch meine Sporen verdienen musste. Er erinnert mich an Baden-Baden vor 10 Jahren, als der Stall Molenhof das Championat gewinnen konnte und ich 4 Siege dazu beisteuern konnte. Beisteuern ist das falsche Wort, eher, ich habe die Chance von den Beiden erhalten, dafür war ich damals sehr dankbar. Und auch heute, dieses Vertrauen, ich habe es gespürt bei Wim im Führring, ist einzigartig.

Wim und Nadine fragten mich, wie ich das angehen würde, welche Idee ich habe. Und Wim sagt anschließend zu mir, dann muss ich gar nicht mehr viel sagen, das ist der Plan.

Nach den beiden Formen von Mülheim, auf weichem Geläuf, das eigentlich nicht so sein Ding ist, stand ein Fragezeichen hinter den Distanz, die eigentlich ein wenig zu weit ist. Also Führpferd suchen, ganz lange warten, rausziehen und los. Der Plan ist vollkommen aufgegangen ;-)

Auch wenn ich nicht mehr hauptberuflich im Galopprennsport arbeite, dieser Sieg für den Stall Molenhof, er fühlte sich so richtig gut an. Es war übrigens heute mein erster Sieg im zweithöchsten Handicap in Deutschland.

Und Sirius Slew ist für mich nicht am Ende der Fahnenstange, ich habe den nicht angefasst, der Bursche hat noch was im Tank für andere Aufgaben.

Dann, als ich heute vom Geläuf kam, es waren zwar nur 500 Zuschauer in Köln zugelassen, dieser Applaus, unbeschreiblich. Danke an alle Zuschauer, die dort gestanden und uns applaudiert haben. Auch dafür reiten wir ... Gänsehaut.


Außenseiter Sirius Slew gewinnt den Ausgleich II

Bestes Handicap des Tages war am Sonntag in Köln ein Ausgleich II über die Meile. Neun Pferde kamen an den Start, und der Sieg ging nach Belgien, als der im Besitz des Stalles Molenhof stehende, und von Nadine Verheyen trainierte Sirius Slew unter Rebecca Danz leicht gegen den Favoriten Soul Dancer gewann. Platz drei ging an Vicente, die Dreijährigen Danelo und Divio spielten keine Rolle. Der Sieger, der sich zuvor in Mülheim bereits zweimal von guter Seite gezeigt hatte, war am Toto sträflich unterschätzt worden, es gab 16,7:1 auf den Sieg des Epaulette-Sohnes.

„Wir hatten etwas Bedenken, dass ihm die Distanz etwas weit werden könnte, aber es hat ja gottseidank geklappt“, so Siegreiterin Rebecca Danz nach dem Rennen.



Amazonen-Weltmeisterin Rebecca Danz hat nichts verlernt

Rebecca Danz gewann auf dem fünfjährigen Wallach Sirius Slew aus dem belgischen Stall Molenhof ein Ausgleich II-Rennen in Köln-Weidenpesch.

Die Landesbedienstete Rebecca Danz hat am vergangenen Wochenende mal wieder bewiesen, wie schnell man im Öffentlichen Dienst sein kann – zumindest nebenberuflich. Die ehemalige Berufsrennreiterinnen und Amazonen-Weltmeisterin von 2018 gewann auf dem fünfjährigen Wallach Sirius Slew aus dem belgischen Stall Molenhof mit deutlichem Vorsprung ein Ausgleich II-Rennen in Köln-Weidenpesch.

Für die Alstadenerin, die vor einigen Monaten ihre Profikarriere beendete und als Angestellte in ein Landesministerium wechselte, kam der Sieg gar nicht so überraschend: „Die Woche davor ist er in Mülheim schon sehr gut gelaufen und Zweiter geworden, obwohl er dort weicheren Boden angetroffen hatte, den er eigentlich nicht mag.“ Umso verwunderlicher, dass der Vollblüter bei den Buchmachern als Außenseiter galt, entsprechend gut zahlte er zurück: 167 für zehn Euro gab es für die, die Zutrauen zu Sirius Slew und Rebecca Danz hatten.

500 Zuschauer sorgen für Gänsehaut-Stimmung

Die augenscheinlich gute Form des spurtgewaltigen Kurzstreckenspezialisten will sein Stall nutzen und überlegt nun, ihn zur bald anstehenden Derbywoche nach Hamburg-Horn zu schicken. Was Rebecca Danz übrigens besonders freute: „In Köln waren zwar auch nur 500 Zuschauer zugelassen, aber Applaus und Begeisterung zu erleben, das ist einfach schön und hat für Gänsehaut gesorgt.“

Und einer ihrer früheren Chefs, Karl-Dieter Ellerbrake, hielt sich nicht zurück: „Die Rebecca hat nichts verlernt.“
(13.06.2021)